• 01.07.2003, 08:58:39
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OMV baut Schwechat zu führendem Kunststoffstandort aus

Wien (OTS) -

- 200 Mio EUR für Ausbau der Ethylen- und Propylenerzeugung
 - Kapazitätssteigerung auf 900.000 t pro Jahr ab 2006
 - Höhere Wertschöpfung im Petrochemiebereich
 - Synergien durch Integration mit Borealis

Die OMV, führender Öl- und Erdgaskonzern Zentral- und Osteuropas,
baut die Petrochemiekapazitäten der Raffinerie Schwechat deutlich
aus. Rund 200 Mio EUR werden in die Erweiterung der Ethylen- und
Propylenproduktion investiert. Diese wird von 650.000 auf 900.000
Tonnen (t) pro Jahr erweitert. Der Ausbau der entsprechenden Anlagen
soll im Herbst 2005 abgeschlossen sein. Zeitgleich wird Borealis,
einer der weltweit führenden Kunststoffhersteller, die Kapazität in
Schwechat ebenfalls auf rund 1 Mio t pro Jahr erweitern. Damit wird
Schwechat zu einem der führenden europäischen Kunststoffstandorte
ausgebaut.

Der gemeinsam mit Borealis vorgenommene Ausbau der Petrochemie-
und Kunststofferzeugung in Schwechat erhöht das
Wertschöpfungspotenzial der OMV. Gerhard Roiss, OMV
Generaldirektor-Stellvertreter und Aufsichtsratsvorsitzender von
Borealis: "Insgesamt werden die OMV und Borealis rund 400 Mio EUR
investieren. Dies ist die größte bisher getätigte Einzelinvestition
in diesen Standort. Die Wettbewerbsposition des Petrochemiestandorts
Schwechat wird dadurch gestärkt und nachhaltig abgesichert. Ab 2006
zählt Schwechat mit rund 900.000 t jährlicher Monomer- Produktion und
etwa 1 Mio t jährlicher Borealis- Kunststoffproduktion zu den
führenden Kunststoffstandorten Europas."

Die Investition werde bewusst in einem Zyklustief der
Kunststoffbranche getätigt, um vom Aufschwung, der für 2005/06
erwartet, wird optimal profitieren zu können, so Gerhard Roiss.
Bereits jetzt sei im asiatischen Raum ein Anziehen der Nachfrage für
Kunststoffprodukte zu verzeichnen. Diese Tendenz werde sich
verstärken und sich ab dem zweiten Halbjahr 2003 auch in Europa
bemerkbar machen, ergänzte Roiss.

Moderne Anlage zur Wertschöpfungsstärkung

Die OMV investiert in Schwechat rund 200 Mio EUR in den Ausbau der
Crackeranlage, die zur Ethylen- und Propylenproduktion verwendet
wird. Diese Petrochemieprodukte werden im Weiteren zur Herstellung
hochwertiger Kunststoffe verwendet. Die OMV erweitert ihre
Ethylenkapazität um 150.000 t auf rund 500.000 t pro Jahr, sowie die
Propylenkapazität um 100.000 t auf rund 400.000 t pro Jahr. Die
Anlagen sollen ab 1. Jänner 2006 die volle Produktion erreichen. Die
von der OMV in Schwechat erzeugten Petrochemieprodukte werden via
Pipelines zu den benachbarten Anlagen der Borealis transportiert und
dort zu den Kunststoffen Polyethylen und Polypropylen
weiterverarbeitet.

Synergien OMV - Borealis

Die Kunststoffaktivitäten der Borealis, an der die OMV und deren
strategischer Partner IPIC mit 50% beteiligt sind, stellen einen
integrierten Bestandteil der OMV Petrochemiekette dar. 2002 setzte
die OMV rund 1,1 Mio t Ethylen und Propylen an den Standorten
Schwechat und Burghausen ab, davon rund 650.000 t in Schwechat. OMV
deckt derzeit in Schwechat und Burghausen 27% des Borealis-Bedarfs an
Petrochemieprodukten ab und ist damit größter Monomerlieferant für
den Kunststofferzeuger. In Schwechat wird Borealis bis 2005 ihre
Polyolefinkapazitäten um rund 250.000 t pro Jahr erweitern. Durch die
Errichtung einer Polyethylenanlage und Erweiterung einer
Polypropylenanlage wird das Unternehmen am Standort Schwechat eine
Gesamtproduktionskapazität von rund 1 Mio t pro Jahr erreichen.

Hintergrundinformationen:

Monomere und Kunststoffe:

Wichtigste Anwendungsgebiete für Polyethylen mit Rohstoff Ethylen
sind Folien, Lager- und Transportbehälter. Polypropylen mit dem
Ausgangsprodukt Propylen wird zur Erzeugung von Verpackungen und
Textilien verwendet. Weiteres Einsatzgebiet ist die Autoindustrie,
dort findet Polypropylen unter anderem zur Herstellung von
Stoßstangen und Armaturen Verwendung.

OMV Aktiengesellschaft

Mit einem Konzernumsatz von 7,08 Mrd EUR, einem Mitarbeiterstand
von 5.828 im Jahr 2002 sowie einer jüngsten Marktkapitalisierung von
rund 2,8 Mrd EUR ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten
börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Als führendes
Erdöl- und Erdgasunternehmen Zentral- und Osteuropas ist der OMV
Konzern in 12 Ländern im Bereich Raffinerien und Marketing (R & M)
tätig, mit dem Ziel bis 2008 den Marktanteil auf 20% zu verdoppeln.
OMV betreibt internationale Explorations- und Produktionsaktivitäten
(E & P) in 17 Ländern. Im Jänner 2003 hat OMV das internationale
E&P-Geschäft der Preussag Energie GmbH erworben. OMV besitzt
integrierte Chemiebetriebe. Weiters ist OMV zu 25% an Borealis A/S,
einem der weltweit führenden Polyolefin-Produzenten, mit 45% am
BAYERNOIL-Raffinerieverbund, mit rund 9% an der ungarischen MOL,
sowie mit 25,1% an The Rompetrol Group NV, dem größten privaten
Ölunternehmen Rumäniens, beteiligt.

Borealis

Borealis ist einer der weltweit führenden Hersteller von
hochqualitativen Polyolefinen. Der Konzern produziert Polyethylene
und Polypropylene - insgesamt über 3,5 Millionen t pro Jahr. Die
Konzernzentrale befindet sich in Dänemark. Borealis hat Produktions-
und Compoundanlagen in Belgien, Brasilien, Deutschland, Finnland,
Italien, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, den USA und den
Vereinigten Arabischen Emiraten. Customer Services Centres gibt es in
Österreich, Belgien, Finnland, Deutschland, Italien, Spanien und
Schweden.

Borealis gehört zu 50 % dem norwegischen Ölkonzern Statoil und zu
je 25 % dem Öl- und Gaskonzern OMV und der IPIC, die International
Petroleum Investment Company von Abu Dhabi.

OTS0025    2003-07-01/08:58

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OMV

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